Zum Inhalt springen

Die
Technik.

Die PraxisBox ist ein kleiner Rechner, der bei Ihnen in der Praxis steht. Hier steht, was darauf läuft, welche Daten die Box verlassen und was ich vor der Installation mit Ihnen klären muss.

So funktioniert die Box

Die Box hängt per Kabel oder WLAN in Ihrem Praxisnetz. Auf ihr laufen Kalender, Online-Buchung, Rezeption, Warteschlange, Wartezimmer-Anzeige, Rückrufliste, Anamnese, die automatischen Regeln und die Steuerung der Telefonassistentin Sarah.

Termine und Patientendaten liegen auf der Box in Ihrer Praxis. Ihr Team arbeitet im Browser, auf den Praxisrechnern wird nichts installiert. Der Fernseher im Wartezimmer zeigt eine Seite der Box und ruft mit Nummern statt Namen auf.

Ganz ohne Internet geht es nicht. Patienten buchen von zu Hause, Erinnerungen gehen per E-Mail raus, und Sarah braucht zum Hören, Verstehen und Sprechen mehr Rechenleistung, als ein kleiner Rechner hat. Die Tabelle zeigt, was die Box verlässt, wohin und warum.

Tabelle 1 – Was die Box verlässt
WasWohinWarumStand
Buchungsseite, Website-Widget, Wartezeit-Link, AnamnesePatienten erreichen die Box über eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS)Buchen und Ausfüllen von unterwegsWeg nach außen
E-Mails an Patientenüber Ihr eigenes Postfach bei Ihrem MailanbieterBestätigung, Erinnerung, Recallso eingerichtet
Gespräch mit Sarah (Sprache und Text)Spracherkennung und Stimme bei Microsoft Azure in Frankfurt, Sprachmodell Claude über AWS in EU-RechenzentrenAnrufer verstehen und antwortengeplant für den Echtbetrieb. Die Live-Demo nutzt ElevenLabs und die Anthropic-API (Abschnitt 3)
Der Anruf selbstIhr Telefonanbieter leitet auf Sarahs Rufnummer um, ein Telefonie-Anbieter (SIP) stellt zur Box durchTelefonieRufnummer in Vorbereitung. Heute rufen Sie Sarah im Browser an
Termine an die Praxissoftwarean ein Ziel in Ihrem Praxisnetz oder an die Schnittstelle des Herstellerskein zweiter Kalendervorbereitet (Abschnitt 7)
Fernwartungverschlüsselte Verbindung von meinem Arbeitsrechner zur BoxUpdates, Fehlerbehebung
DatensicherungWiederherstellung nach einem Defektin Abo und Betreuung enthalten
SMS (optional)SMS-DienstErinnerung per SMSsobald verfügbar
Für Ihre IT
  • Auf der Box laufen drei Container (Docker): die Praxis-App (Python, FastAPI, SQLite-Datenbank), der Telefon-Agent (Pipecat, Open Source) und ein TURN-Server (coturn) für Sprachverbindungen aus dem Browser.
  • Browser-Anrufe laufen per WebRTC direkt zur Box, ohne zusätzlichen Cloud-Dienst für die Sprachverbindung.
  • Audio wird nicht gespeichert. Gesprächsprotokolle (Transkripte) bleiben auf der Box.
  • Das Website-Widget ist eine Zeile <script> auf Ihrer Website. Das Skript und die Inhalte kommen von der Box.

KI-Varianten: Cloud-KI in der EU oder lokale KI

Sarah besteht aus drei Bausteinen: Hören (Sprache zu Text), Denken (Sprachmodell) und Sprechen (Text zu Sprache). Diese Bausteine laufen entweder in EU-Rechenzentren großer Anbieter oder komplett auf einer stärkeren Box in Ihrer Praxis.

Tabelle 2 – Cloud-KI (EU) und lokale KI im Vergleich
Cloud-KI (EU)Lokale KI
NamePraxisBox StandardPraxisBox Plus (lokale KI)
Gerät in der Praxislüfterloser Mini-PCMac mini M5 Pro mit 48 GB oder PC mit AMD Ryzen AI Max+ 395 und 64 GB
HörenMicrosoft Azure AI Speech, FrankfurtParakeet, auf der Box
DenkenClaude über AWS Bedrock, EU-RechenzentrenQwen3.6-35B-A3B, auf der Box
SprechenAzure-Stimme, z. B. SeraphinaPocket TTS oder Qwen3-TTS, auf der Box
Antwortzeitvergleichbar mit der Live-Demoerstes Wort nach rund 0,3 s, Antwort mit Kalenderabfrage nach rund 1,3 s (gemessen bzw. geschätzt)
Stimmesehr gut, nahe an der Demo-Stimmehörbar schwächer
Zuverlässigkeit der KIClaude, am zuverlässigstengut, eigener Test Pflicht
Laufende KostenCloud-Dienste rund 31–40 € im Monat bei 630 Anrufen, im Abo enthaltenkeine Cloud-Kosten, Strom rund 2–15 € im Monat
Hardwareim Preis enthaltenrund 2.250–2.880 €. Richtwert: Abo „Praxis + Sarah“ rund 329 € statt 279 € im Monat, Kauf rund 7.480 € statt 4.980 €
Was die Praxis verlässtGesprächsinhalte gehen während des Anrufs an Microsoft (Frankfurt) und AWS (EU)Gesprächsinhalte bleiben in der Praxis. Nur der Anruf selbst läuft über den Telefonanbieter
StandStandard für den Echtbetrieb, Umstellung von der Demo in Vorbereitungin Prüfung, erst nach bestandenem Test buchbar

Warum läuft Sarah nicht einfach auf der Standard-Box? Am Telefon muss die Antwort in unter einer Sekunde beginnen. Ein Büro-Mini-PC ohne KI-Grafik brauchte im Test schon mit einem sehr kleinen Sprachmodell 7,6 Sekunden bis zum ersten Wort. Kleine Modelle rufen außerdem Kalenderfunktionen auf Deutsch unzuverlässig auf, es drohen falsche Termine.

Nur das Sprachmodell lokal bringt wenig. Solange Hören und Sprechen in der Cloud laufen, verlassen Gesprächsinhalte die Praxis trotzdem. Lokal lohnt sich nur, wenn alle drei Bausteine lokal laufen.

Braucht Ihre Praxis einen Mac mini? Nein. Für die Standard-Box reicht ein kleiner Mini-PC. Für lokale KI geht ein Mac mini, ein PC mit Nvidia-Grafikkarte oder eine AMD-Box.

Braucht Ihre Praxis ein ChatGPT- oder Claude-Abo? Nein. Chat-Abos helfen der Box nicht und bringen keine Verarbeitung in der EU. Die Box nutzt die Programmierschnittstelle des Anbieters und wird nach Verbrauch abgerechnet.

Für jede Variante gilt: Bei echter Telefonqualität verhören sich auch die besten Modelle in einem Test mit deutscher Telefonsprache bei 24–30 % der Wörter. Namen, Geburtsdaten und Termine müssen deshalb zurückgelesen und bestätigt werden. E-Mail-Adressen lässt Sarah heute schon bestätigen, für Namen, Geburtsdaten und Termine ist das für den Echtbetrieb geplant.

Für Ihre IT
  • Faustregel: Ein Sprachmodell erzeugt höchstens so viele Wörter pro Sekunde, wie Speicherbandbreite geteilt durch Modellgröße erlaubt. Reine CPU-Boxen haben dafür zu wenig Bandbreite.
  • Untergrenze für lokale KI: Mac mini M6 mit 24 GB (Gemma 4 26B-A4B) oder PC mit RTX 5060 Ti 16 GB. Das ist knapp und klappt nur mit einem Füllsatz wie „Einen Moment …“.
  • Empfohlen für lokal: Mac mini M5 Pro 48 GB oder AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 64 GB, Modell Qwen3.6-35B-A3B (Apache 2.0). Alle genannten Modelle sind kommerziell nutzbar.
  • Vor einem Hardware-Kauf: Testset aus 50–100 deutschen Dialogen mit allen Kalenderfunktionen und ein Hörtest über 8-kHz-Telefonton.
  • Einen fertigen lokalen deutschen Telefonagenten mit belegten Latenzwerten gibt es noch nicht. Die Werte oben sind teils gemessen, teils geschätzt.

Sprache und Sprachmodell: Demo und Echtbetrieb

In der Live-Demo hört und spricht Sarah über ElevenLabs, gedacht wird mit Claude Haiku 4.5 über die Anthropic-API. Beide Dienste verarbeiten nicht garantiert in der EU. Die Demo läuft deshalb nur mit erfundenen Daten.

Für echte Patientendaten ist ein anderer Aufbau geplant: Hören und Sprechen über Microsoft Azure AI Speech in Frankfurt, Denken mit Claude über AWS Bedrock in EU-Rechenzentren. Getauscht werden nur diese drei Bausteine im Telefon-Agenten. Kalender, Rezeption und Daten auf der Box bleiben gleich. Die Stimme ändert sich dabei, ein Hörtest steht noch aus.

Welches Claude-Modell im Echtbetrieb läuft, lege ich vor dem Start fest. Heute ist es Claude Haiku 4.5, für das AWS ein Ende der Laufzeit frühestens ab Oktober 2026 ankündigt.

Tabelle 3 – Anbieter für Sprache und Sprachmodell (Stand 25.09.2026)
AnbieterDienstEinsatzDatenortVertrag zur AuftragsverarbeitungHinweis
ElevenLabsSpracherkennung und Stimmenur Demostandardmäßig USA. EU-Speicherort nur für Enterprise-Kunden in einer getrennten UmgebungData Processing Agreement vorhandenVerarbeitung für Support und Moderation laut ElevenLabs auch außerhalb des Speicherorts möglich, außer mit Zero Retention Mode über die API. Kein C5-Testat gefunden
Anthropic (Claude-API)Sprachmodellnur Demowählbar nur „weltweit“ oder „USA“, keine EU-Option. Für Claude Haiku 4.5 gar nicht wählbarData Processing Addendum, Teil der Commercial Termsfür Patientendaten nicht vorgesehen
Microsoft Azure AI SpeechSpracherkennung und StimmeEchtbetrieb, geplantRegion Germany West Central (Frankfurt)Microsoft Products and Services Data Protection Addendum (Fassung Mai 2026)Laut Microsoft wird Audio der Echtzeit-Erkennung nur im Arbeitsspeicher verarbeitet und nicht gespeichert, Text und Audio der Echtzeit-Stimme ebenfalls nicht. Regionale Azure-Dienste in EU-Regionen fallen unter die EU Data Boundary
AWS Bedrock (Claude)SprachmodellEchtbetrieb, geplantAufruf aus Frankfurt, verteilt auf Frankfurt, Stockholm, Mailand, Spanien, Irland und ParisAWS Data Processing Addendum, in die AWS Service Terms einbezogenMit der Einstellung „keine Datenspeicherung“ schreibt AWS laut Doku weder Anfrage noch Antwort dauerhaft weg und gibt nichts an den Modellanbieter weiter

Ob diese Anbieter für Ihre Praxis ausreichen, entscheiden Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten (Abschnitt 4).

Für Ihre IT
  • Telefon-Agent: Pipecat. Geplante Dienste: AzureSTTService und AzureTTSService (Region germanywestcentral, Stimme z. B. de-DE-SeraphinaMultilingualNeural), AWSBedrockLLMService mit dem EU-Profil eu.anthropic.claude-haiku-4-5-20251001-v1:0 aus eu-central-1.
  • AWS-Zugang über einen eigenen IAM-Nutzer, der nur Modellaufrufe darf (bedrock:InvokeModel*). Datenspeicherung bei Bedrock auf data_retention_mode: none.
  • Das EU-Profil ist keine Ein-Regionen-Verarbeitung. Ein Aufruf in genau einer Region geht laut AWS nur über den Endpunkt bedrock-mantle, der für Claude Haiku 4.5 unter anderem in Stockholm und Irland gelistet ist.
  • Nachweise: Microsoft stellt seine C5-Berichte im Service Trust Portal bereit. AWS führt Bedrock seit dem C5-Bericht 2023 im Prüfumfang, den aktuellen Bericht gibt es über AWS Artifact.
  • Alternative mit nur einem Anbieter: alles bei AWS (Transcribe und Polly in Frankfurt, dazu Bedrock). Dann ist in AWS Organizations eine Opt-out-Richtlinie für KI-Dienste Pflicht, sonst darf AWS Inhalte von Transcribe und Polly speichern und zur Verbesserung nutzen.
  • Die Umstellung im Code ist noch nicht gebaut. Geschätzter Aufwand: ½ bis 1 Tag plus Hörtest.

Datenschutz

Verantwortlich für die Patientendaten bleibt Ihre Praxis. Ich arbeite mit Mike Hillebrand Media in Ihrem Auftrag: Ich richte die Box ein, warte sie aus der Ferne und betreue sie. Damit bin ich Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO und brauche mit Ihnen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV). Die Cloud-Dienste für Sarah und der Telefonie-Anbieter sind weitere Auftragsverarbeiter.

Tabelle 4 – Wer schließt welche Verträge?
Cloud-Verträge über michCloud-Verträge direkt bei Ihrer Praxis
WannStandard im Abo und beim Telefonbetrieb für 129 €Option beim Kauf
AVV mit Mike Hillebrand Mediajaja, für Einrichtung und Fernwartung
Microsoft, AWS, Telefonie-Anbietermeine Unterauftragsverarbeiter, sie brauchen Ihre ZustimmungSie schließen die Verträge direkt mit den Anbietern
Rechnungeine, von mirdirekt vom Anbieter, nach Verbrauch
Zugangsschlüsselbei mirbei Ihnen, Übergabe an mich auf sicherem Weg, nie per E-Mail

Schweigepflicht. Als Berufsgeheimnisträger dürfen Sie Patientengeheimnisse an Dienstleister weitergeben, die an Ihrer Arbeit mitwirken, soweit das für deren Aufgabe nötig ist (§ 203 Abs. 3 StGB). Sie müssen diese Dienstleister aber zur Verschwiegenheit verpflichten (§ 203 Abs. 4 StGB). Das betrifft auch mich, weil ich per Fernwartung auf die Box zugreife.

Cloud im Gesundheitswesen. Praxen und ihre Auftragsverarbeiter dürfen Gesundheitsdaten nur unter Bedingungen in der Cloud verarbeiten: Verarbeitung in Deutschland, der EU oder einem gleichgestellten Staat, eine Niederlassung der verarbeitenden Stelle in Deutschland und ein aktuelles C5-Testat des BSI (§ 393 SGB V). Nach vorsichtiger Auslegung gilt das für jeden Cloud-Dienst, der Gesundheitsdaten verarbeitet. Deshalb steht die Box bei Ihnen und nicht als Server bei mir. Ob die Box mit Fernwartung selbst als Cloud-Dienst zählt, ist rechtlich zu prüfen.

KI am Telefon. Sarah stellt sich am Telefon als digitale Assistentin vor. Ob und wie Sie Anrufer darüber hinaus informieren, klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Mit Ihrem Datenschutzbeauftragten abzustimmen:

  1. AVV mit Mike Hillebrand Media und Liste der Unterauftragsverarbeiter
  2. Einsatz der Cloud-Dienste für Sarah nach § 393 SGB V
  3. Verpflichtung zur Verschwiegenheit nach § 203 StGB
  4. Hinweis an Anrufer, dass sie mit einer KI sprechen
  5. Speicherdauer von Gesprächsprotokollen und Terminen
  6. Inhalte der E-Mails an Patienten
  7. Fernwartung und Datensicherung
  8. Ihre Datenschutzhinweise für Patienten

Für die Prüfung bekommen Sie von mir den AVV, die Liste der Unterauftragsverarbeiter und eine Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen.

Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Bitte stimmen Sie den Einsatz vor dem Echtbetrieb mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.

Hardware der Box

Die Box ist kein Server bei mir, sondern ein Gerät bei Ihnen. Das ist Absicht: Würde die Software auf einem Server bei mir laufen, wäre ich selbst ein Cloud-Anbieter im Sinne von § 393 SGB V.

Tabelle 5 – Hardware
PraxisBox StandardPraxisBox Plus (lokale KI, in Prüfung)
Gerätlüfterloser Mini-PC, z. B. MeLE Quieter 4CMac mini M5 Pro oder Mini-PC mit AMD Ryzen AI Max+ 395, z. B. GMKtec EVO-X2 oder HP Z2 Mini G1a
ProzessorIntel N150Apple M5 Pro bzw. AMD Ryzen AI Max+ 395
Arbeitsspeicher16 GB48 GB (Mac) bzw. 64 GB (AMD), HP ab 128 GB
Speicher512 GB SSD
Anschlüsse1 × LAN (1 Gbit/s), WLAN (Wi-Fi 5), HDMI, USB-C
Größe131 × 81 × 18 mm
Stromverbrauchrund 7 W im Leerlauf, rund 12,5 W im Schnitt unter Last. Das sind etwa 23–29 € Strom im JahrMac: 6 W im Leerlauf, bis 145 W unter Last. AMD: bis rund 150 W unter Last
Lautstärkelautlos, kein Lüftermit Lüfter
Stromausfallkleine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) gehört dazu
Wartezimmer-Bildschirmzeigt eine Seite der Box. Smart-TV mit Browser oder Streaming-Stick genügtwie Standard
Für Ihre IT
  • Referenzgerät Standard: MeLE Quieter 4C mit Intel N150, 16 GB RAM, 512 GB SSD, passiv gekühlt. USV z. B. APC Back-UPS 750 VA (BX750MI-GR).
  • Die Stromwerte stammen aus einem unabhängigen Test der Vorgängerversion mit Intel N100 (Leerlauf 7,3 W, Last im Schnitt 12,5 W). Das Gehäuse wurde dort im Leerlauf rund 47 °C warm. Die Box braucht also etwas Luft und gehört nicht in einen geschlossenen Schrank.
  • Betriebssystem: Linux mit Docker, wie im Testbetrieb.
  • Plus-Variante: Auf dem Mac teilen sich die Bausteine die Chips: Sprachmodell auf der Grafikeinheit, Spracherkennung auf der Neural Engine, Stimme auf dem Prozessor. Zusammen rund 20–25 GB Arbeitsspeicher.

Einbindung in Ihre Praxis-IT

Vor der Installation gehe ich diese Punkte mit Ihnen oder Ihrem IT-Dienstleister durch.

Tabelle 6 – Checkliste vor der Installation
PunktWas ich prüfeWarum
Rechner an der RezeptionBetriebssystem (Windows, macOS oder Linux) und aktueller BrowserDie Rezeption läuft im Browser, installiert wird nichts
Router und FirewallWer verwaltet sie? Sind ausgehende Verbindungen erlaubt? Braucht es eine Freigabe?Online-Buchung, Sarah und Fernwartung brauchen Internet
Stellplatzfreie Netzwerkbuchse am Router oder Switch, Steckdose für Box und USV, etwas LuftKabel ist stabiler als WLAN
WLAN (falls kein Kabel)Netzname und SchlüsselWPA-Enterprise und Anmeldeseiten (Captive Portal) werden nicht unterstützt
Wartezimmer-FernseherSmart-TV mit Browser oder HDMI-Anschluss für einen Streaming-Stick, Netz am Fernseher, Ton für den GongDer Gong braucht einmal eine Berührung oder Taste am Fernseher, im Kiosk-Betrieb geht es ohne
Praxissoftware (PVS)Welches System, welche Version? Wo stehen Termine heute? Nutzen Sie Outlook-Kalender?Termine sollen dort landen, wo Ihr Team arbeitet (Abschnitt 7)
TelefonanlageAnbieter und Anlage. Kann sie auf eine andere Rufnummer umleiten? Wann soll Sarah übernehmen?Anrufe erreichen Sarah über eine Rufumleitung
E-MailSMTP-Zugang eines Praxis-Postfachs (Server, Port, Benutzer)Die Box verschickt über Ihr Postfach
WebsiteZugang oder Ansprechpartner zum Einfügen einer Zeile CodeWebsite-Widget
DatensicherungWie sichern Sie heute?Die Sicherung der Box passend einplanen
IT-BetreuungWer betreut Ihre IT? Kontakt für RückfragenAbstimmung ohne Umwege
DatenschutzName und Kontakt Ihres DatenschutzbeauftragtenPrüfung vor dem Echtbetrieb (Abschnitt 4)

Anbindung an Ihre Praxissoftware (PVS)

Keine Praxis soll mit einem zweiten Kalender arbeiten. Deshalb meldet die Box jeden festen Termin sofort weiter: angelegt, verschoben oder abgesagt. Online-Buchungen meldet sie, sobald der Patient sie mit der PIN bestätigt hat. Ein Fehler bei der Übergabe blockiert nie die Buchung, er steht im Protokoll. Mit einem Knopf testen Sie die Verbindung.

Die Box liefert Termine heute auf zwei Wegen: als Webhook (JSON an eine Adresse Ihrer Wahl) oder im Standardformat FHIR R4. Über den Webhook landen Termine zum Beispiel in einem Outlook- oder Google-Kalender. Für echte Patientendaten muss der Vermittler dafür in Ihrer Praxis laufen.

Direkt in den Kalender Ihrer Praxissoftware schreiben darf fremde Software nur über ein Partnerprogramm des Herstellers. Einen offenen Standard dafür gibt es nicht. Eine Freigabe eines Herstellers für die PraxisBox liegt noch nicht vor.

Tabelle 7 – Stand der Anbindung (25.09.2026)
PraxissoftwareWeg in den KalenderStand
medatixx (x.concept, x.isynet)Partnerprogramm mit Akkreditierung, Anbindung über FHIRPartneranfrage in Vorbereitung. Die Box liefert FHIR R4 schon
tomedoLaut Nutzerforum arbeitet der Hersteller an einer SchnittstelleAnfrage in Vorbereitung, bis dahin Webhook
Dampsoft DS-WinPartnerschnittstelle des HerstellersPartneranfrage in Vorbereitung
charly (solutio)Partnerschnittstelle des HerstellersPartneranfrage in Vorbereitung
Outlook, Microsoft 365, Google KalenderWebhook über einen Vermittlertechnisch vorbereitet, für den Echtbetrieb siehe oben

Noch nicht möglich: freie Zeiten aus der Praxissoftware lesen. Die Box plant mit ihrem eigenen Kalender und gibt Termine nach außen weiter. Das ändert sich, sobald ein Hersteller Lesezugriff gibt. Im Abo „Premium“ ist die Anbindung enthalten, sobald sie für Ihr System freigegeben ist.

Für Ihre IT
  • Einstellungen → „Anbindung Praxisverwaltungssystem“, Knopf „PVS-Verbindung testen“.
  • FHIR R4 Appointment: Status booked oder cancelled, Beginn und Ende mit Zeitzone, Behandler, eingebetteter Patient mit E-Mail und Telefon. Die Antwort-ID merkt sich die Box für Verschieben und Absagen. Die genauen Profile kommen mit der Akkreditierung des Herstellers.
  • Fehler bei der Übergabe stehen im Protokoll der Box.

Sicherheit und Betrieb

Updates. Sicherheits- und App-Updates spiele ich per Fernwartung ein. Im Abo sind sie enthalten, nach einem Kauf im ersten Jahr und danach mit der Betreuung. Die IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 390 SGB V verlangt zeitnahe Sicherheitsupdates. Ohne laufende Betreuung sollte die Box deshalb nicht mit echten Patientendaten arbeiten.

Fernwartung. Ich greife verschlüsselt von meinem Arbeitsrechner auf die Box zu. Geplant ist, dass dieser Zugang nur bis zur Box reicht und nicht zu Ihren übrigen Geräten.

Datensicherung. Die Datensicherung ist in Abo und Betreuung enthalten.

Überwachung. Die Box wird überwacht, damit Ausfälle auffallen. Reaktionszeit: innerhalb eines Werktags, bei Totalausfall innerhalb von 4 Stunden an Werktagen, Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr. Einen Notdienst rund um die Uhr gibt es nicht.

Protokoll. Jede Aktion steht im Protokoll der Rezeption: Buchungen, Erinnerungen, Regeln, Meldungen an die Praxissoftware und Fehler. Audio von Telefonaten wird nicht gespeichert.

Zugang. Die Rezeption ist passwortgeschützt. Die Zugangsschlüssel zu den Cloud-Diensten bekommen nur die Rechte, die die Box braucht, und lassen sich jederzeit widerrufen.

Stromausfall. Die USV überbrückt kurze Ausfälle.

Rückgabe. Endet das Abo, setze ich die Box vollständig zurück, erneuere die Zugangsschlüssel und trenne den Fernzugang.

Quellen

Alle abgerufen am 25.09.2026.

Zwei Wochen
testen.

Ohne Vertrag. Ich bringe die Box vorbei, richte sie ein und zeige Ihrem Team alles. Ich melde mich innerhalb eines Werktags.

Fachrichtung

Mit Pfeiltaste rechts, Ende oder Enter senden.

Ihre Angaben gehen verschlüsselt per E-Mail an mich, nur für Ihre Anfrage. Keine Cookies, nichts von Dritten; gegen Spam zählt der Server Anfragen je Anschluss als Prüfsumme und löscht sie nach 24 Stunden. Mehr in der Datenschutzerklärung (öffnet in neuem Tab).

Lieber direkt: +49 176 32334839 hello@mikehillebrand.com